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Als Autodidakt habe ich jahrelang geglaubt, wozu brauch ich Noten, wozu Rudiments, wozu überhaupt üben: Ich kann doch schon alles. Sicher hier und da eine Schwäche, die aber nur der/die Fachmann/frau bemerkt. Ich habe über 15 Jahre gebraucht um zu erkennen, dass ich mir selbst viele Chancen zum Weiterkommen genommen habe. Meine erste Big-Band zwang mich zum Notenlesen. Ich mußte mich mit dem Thema beschäftigen. Die Bitte der Musikschule zu unterrichten tat ein Weiteres und mit dem Unterricht kam die Erkenntnis, dass ich eigentlich nie so recht wußte was ich eigentlich spielte. Mit dem systematischen Aufbau des Unterrichts zog ich auch für mich selbst die richtigen Schlüsse. Mit der Analyse von Grooves erkannte ich die mathematischen Grundlagen von Grooves und bemerkte erst nach so vielen Jahren, was noch alles möglich ist. Mit meinem, in 16 Spalten aufgeteilten Gitternetz kann man verdeutlichen, dass innerhalb dieses Rasters alles möglich ist. Ein 32er wurde nach Tests wieder verworfen. Das Tempo wird dann einfach zu groß, denn wir sollten den Schülern, angefangen mit einfachen viertel-Noten bis sechszehntel-Noten alle Grooves im gleichen Tempo präsentieren. Der Schüler muß begreifen, dass man durch Weglassen oder/und Hinzufügen von Noten innerhalb dieses Rasters komplexe Rhythmiken erreichen kann, die dann auch noch durchschaubar bleiben. Wem ist es noch nie so ergangen, dass er seinen Drumhero hört und sieht, aber keine Chance hat zu durchschauen, was da eigentlich passiert. Sehen wir so einen Groove im Notenbild kann man sich nur noch schütteln und die Achseln zucken.
Auf der anderen Seite muß ein Schüler aber auch langsam an Notation herangeführt werden, schließlich soll er ja merken, wenn von Bossa auf Swing gewechselt wird. Er soll mit einem Blick erkennen können, welche Rhythmik für ein Stück erforderlich ist und so notenfest sein, dass er ein Big-Band-Arrangement ohne weiteres mitlesen kann. Auf keinen Fall soll der Schüler aber stur die Notation mitspielen, denn die meisten Arrangeure beschränken sich auf ein kurzes Pattern und toben sich dann mit Wiederholungszeichen aus. Außerdem findet man bei vielen sturen Notisten unweigerlich die Unfähigkeit ohne Noten überhaupt noch irgendetwas zu spielen. Nimm ihm sein Papier und er/sie kann nicht mal mehr "alle meine Entchen" spielen.

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Ich führe meine Schüler mit dem Gitternetz langsam auf diesen Rhythmus hin !
Auf dieser Grundlage, auf die immer wieder zurückgekommen wird,
kann man durch Weglassen und/oder Hinzufügen jeden erdenklichen Groove
darstellen und für den Schüler anschaulich darstellen.
Versucht dass mal mit Noten. Hoffnungslos !
Nebeneffekt: 1 + 3, sowie 2 + 4 wird eingeimpft
... und natürlich gibts das auch mit 12 Spalten für die triolischen Geschichten Shuffle, Swing u.s.w
Bist du an dieser Unterrichtsphilosophie, entweder als Musiklehrer oder als Schlagzeuganfänger interessiert,
kannst du hier schonmal reinschnuppern!
Vielleicht gibt´s das Ganze dann einmal als CD-Rom


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