Im Forum wird immer wieder nach den verwendeten Holzarten gefragt - Wie beeinflusst das Holz den Sound, bzw. auch den Preis eines Schlagzeuges?
Man kann sich vorstellen, dass das Holz eines schnellwachsenen Baumes billiger ist als das eines langsamwachsenen. Zweitens sind schnellwachsene Holzarten zum Teil extrem weich, da die Zellstrucktur sehr grobporig ist, solche Hölzer lassen sich dadurch sehr leicht bearbeiten.
Für den Bau von Trommeln sind für die großen Hersteller von Drumsets solche Überlegungen von entscheidender Bedeutung, stehen sie doch untereinander unter erheblichem Preisdruck.
Häufig verwendet werden weiche (billige) Hölzer, z.B. Linde (Basswood) und Pappel von Markenherstellern im unteren bis mittleren Preissegment. Da Trommeln aus mehreren Furnierschichten bestehen, das sind Holzblätter zwischen 0,3 und 0,8 cm, die kreuzweise miteinander verleimt werden, lassen sich auch mehrere Holzarten miteinander kombinieren. So wird häufig im mittleren Preissegment als äußere Lage ein hochwertigeres Holz verwendet, z.B. Birke (Birch).
Bei hochwertigen Drumsets ist die Kombination verschiedener Holzarten eher die Ausnahme, hier werden vorzugsweise z.B. Ahorn (Maple) und Birke sowie diverse exotische Edelhölzer eingesetzt.
Weitere Vor -und Nachteile:
Billige Hölzer müssen nicht schlecht klingen, haben aber ein Problem mit der Widerstandsfähigkeit gegen Beulen und Kratzer, Formstabilität und der Oberflächenoptik. Vom Sound sind sie eher als bassig, weich, ohne viel Attack zu beschreiben. Es gibt Musikstile wo genau dieser Sound gefragt ist. Leider ist meisst auch die Hardware in diesem Preissegment entsprechend minderwertig.
Bei höherwertigen Drumsets haben sich Birke und Ahorn durchgesetzt:
Ahorn bietet einen sehr guten Allroundsound mit einem großen Frequenzumfang.
Birke bietet nicht ganz so viel Tiefen, ist dafür etwas offener und präsenter im Sound.
In eine Nische wollte Yamaha mit seiner Oak-Custom Serie stoßen:
Eiche klingt sehr wuchtig in den Bässen.
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